
Der Bundesstaat Michigan (USA) hat im letzten Quartal seine Investitionen in Bitcoin-Spot-ETFs erhöht, während der Pensionsfonds von Cartwright (Vereinigtes Königreich) nach ausführlicher Analyse einen Direktkauf der Kryptowährung getätigt hat.
Das Interesse institutioneller Anleger an Bitcoin wächst weiter, was sich an den jüngsten Pensionsfondsinvestitionen im letzten Quartal zeigt.
Bemerkenswert ist, dass der staatliche Pensionsfonds von Michigan eine neue Investition in Höhe von 10 Millionen US-Dollar in börsengehandelte Bitcoin-Fonds getätigt hat. Diesmal hat der Pensionsfonds in den Spot-ETF GBTC von Grayscale Investments investiert.
Andererseits hat der Pensionsfonds von Cartwright beschlossen, rund 3 % seiner 65 Millionen US-Dollar direkt in Bitcoin zu investieren. Mit diesem Kauf, der vor zwei Wochen getätigt wurde, erwarb der Fonds laut Corporate Adviser-Bericht etwa 24,6 BTC, mit einem Durchschnittspreis von 65.800 US-Dollar pro BTC zum Zeitpunkt des Kaufs.
Diese Entscheidungen beider Pensionsfonds markieren einen entscheidenden Moment bei der Einführung von Bitcoin als legitimen Vermögenswert in institutionellen Anlageportfolios.
Investition in den Michigan State Pension Fund
Die staatliche Rentenkasse Michigan hat sein Engagement in Bitcoin ausgeweitet deutlich. Im Juli dieses Jahres hatte der Fonds bereits 6,6 Millionen US-Dollar in Ark Invest und den Bitcoin ETF von 21Shares, den ARK 21Shares Bitcoin ETF (ARKB), investiert.
Mit der jüngsten Investition von 10 Millionen US-Dollar in den Grayscale-Spot-ETF demonstriert der Pensionsfonds nun ein wachsendes Engagement für die marktführende Kryptowährung. Laut Analysten spiegelt dieser Schritt nicht nur ein gestiegenes Vertrauen in Bitcoin wider, sondern deutet auch auf eine veränderte Wahrnehmung digitaler Vermögenswerte bei großen Pensionsfonds hin.
Laut Reuters verwaltete der staatliche Pensionsfonds von Michigan einen Teil davon 143,9 Millionen US-Dollar an Fördermitteln für Staatsbedienstete Mitte dieses Jahres, also Die Gesamtinvestition, die dieser Fonds in Bitcoin-ETFs getätigt hat, entspricht rund 11,6 % der von ihm betreuten Fonds.
Ebenso in seiner jüngsten Präsentation vor der Securities and Exchange Commission (SEC), der staatlichen Pensionskasse von Michigan gab Anteile am Ethereum-Spot-ETF von Grayscale bekannt. mit einer Investition von ca. 1,1 Millionen Dollar.
Das Interesse des Michigan-Fonds steht im Einklang mit einem breiteren Trend, bei dem mehrere Pensionsfonds in den Vereinigten Staaten, wie z Jersey City und Wisconsin, erwägen Investitionen in Kryptowährungen als Möglichkeit, ihr Vermögen zu diversifizieren und höhere Renditen zu erzielen. Mit zunehmender Verbreitung von Spot-ETFs wird erwartet, dass mehr Unternehmen dem Beispiel dieser Pensionsfonds folgen und so die Legitimität von Bitcoin auf den traditionellen Finanzmärkten erhöhen.
Eintritt des Cartwright Pension Fund in den Bitcoin-Markt
Der Pensionsfonds von Cartwright hat seinerseits Geschichte geschrieben der erste britische Pensionsfonds, der direkt in Bitcoin investiert. Diese Investition, die fast 3 % des Gesamtvermögens, also 65 Millionen US-Dollar, ausmacht, war das Ergebnis einer umfassenden Analyse, die die potenziellen Vorteile von Bitcoin sowie Nachhaltigkeitskriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) berücksichtigte.
Glenn Cameron, Leiter für digitale Vermögenswerte bei Cartwright, erklärte, dass diese Direktinvestition in Bitcoin widerspiegelt eine progressive Sichtweise der Fondstreuhänder. Die Entscheidung, in Bitcoin zu investieren, anstatt sich für einen ETF zu entscheiden, unterstreicht das Vertrauen in die Kryptowährung als einen Vermögenswert, der ein einzigartiges asymmetrisches Risiko-Rendite-Profil bieten kann. Mit diesem Ansatz strebt der Pensionsfonds nicht nur eine Diversifizierung an, sondern positioniert sich auch als Vorreiter bei der Einführung digitaler Vermögenswerte im Vereinigten Königreich.
Experten haben festgestellt, dass die zunehmende Beteiligung von Pensionsfonds an Bitcoin erhebliche Auswirkungen auf die Wahrnehmung des Kryptowährungsmarktes haben könnte.
Da immer mehr Institutionen beginnen zu investieren, wird die Volatilität von Bitcoin voraussichtlich abnehmen, da institutionelle Anleger tendenziell einen längeren Anlagehorizont haben und besser in der Lage sind, mit Marktschwankungen umzugehen. Darüber hinaus können institutionelle Investitionen andere Anleger anlocken, die aufgrund der Volatilität und mangelnden Regulierung des Kryptowährungsmarktes bislang davor zurückschreckten, am Kryptowährungsmarkt teilzunehmen. Die Legitimierung von Bitcoin durch Pensionsfonds könnte der Katalysator für eine größere Akzeptanz digitaler Vermögenswerte in traditionellen Anlageportfolios sein.
Bitcoin und ESG: die neue Grenze nachhaltiger Investitionen
Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien bei Anlageentscheidungen, wie es beim Pensionsfonds von Cartwright der Fall war, ist ein nicht zu übersehender Aspekt.
Wie bereits erwähnt, erfolgte die Investition dieses Pensionsfonds in Bitcoin nach einer detaillierten Analyse der Vorteile der Kryptowährung, einschließlich ESG-Kriterien, was darauf hindeutet, dass Anleger zunehmend daran interessiert sind, wie sich ihre Vermögenswerte auf die Umwelt und die Gesellschaft auswirken. Dieser Ansatz könnte andere Institutionen dazu veranlassen, ihre Anlagestrategien ähnlich zu bewerten und Nachhaltigkeitskriterien in ihre Entscheidungen zu integrieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich mit dem Eintritt neuer Pensionsfonds in den Bitcoin-Markt und der zunehmenden Beteiligung anderer die Türen für neue Möglichkeiten der Einführung und Weiterentwicklung des Ökosystems für digitale Vermögenswerte öffnen.


