
Terraform Labs, das Unternehmen hinter der Terra-Blockchain, hat die gerichtliche Genehmigung zur Beendigung seines Insolvenzverfahrens erhalten.
Reuters berichtete, dass das Blockchain-Unternehmen nach einer Einigung mit der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) grünes Licht für die Schließung seiner Geschäftstätigkeit erhalten habe.
Dieses Ergebnis folgt auf einen turbulenten Prozess, der mit dem Zusammenbruch seines Blockchain-Ökosystems und seiner LUNA- und UST-Tokens im Jahr 2022 begann. Dieses unglückliche Ereignis prägte die Kryptowährungsbranche und hinterließ Millionen von Anlegern exorbitante Verluste von über 40.000 Milliarden Dollar.
Ein Neuanfang für Terraform Labs
Der US-Insolvenzrichter Brendan Shannon genehmigte den von Terraform Labs eingereichten Insolvenzplan bei einer kürzlich in Wilmington, Delaware, abgehaltenen Anhörung. Während der Anhörung nannte der Richter den Plan eine „willkommene“ Alternative zu den langwierigen Rechtsstreitigkeiten, die wegen der Verluste der Anleger entstanden wären. Diese Entscheidung stellt einen entscheidenden Schritt im Umstrukturierungsprozess des Unternehmens dar, das im Januar Insolvenz angemeldet hatte, nachdem es Betrugsvorwürfen der SEC ausgesetzt war.
Laut Reuters wird die gerichtliche Genehmigung es Terraform Labs ermöglichen, seine Vermögenswerte zu liquidieren und die Ansprüche der vom Zusammenbruch betroffenen Anleger zu befriedigen.
Trotz finanzieller Schwierigkeiten hat das Unternehmen seine Absicht bekundet, seinen Verpflichtungen im Zuge der Umstrukturierung nachzukommen. Daher markiert diese gerichtliche Einigung nicht nur das Ende eines komplizierten Kapitels, sondern öffnet auch die Tür zu einem Neuanfang für das Unternehmen und seine Geschäftstätigkeit.
Eine Einigung mit der SEC über 4.470 Milliarden US-Dollar
Nachdem Terraform Labs für den Betrug von Investoren verantwortlich gemacht wurde, einigte es sich mit der SEC auf eine Einigung und stimmte der Zahlung einer Geldstrafe von 4.470 Milliarden US-Dollar zu. Diese Einigung kam zustande, nachdem eine Jury in Manhattan das Unternehmen für schuldig befunden hatte, Anleger über die Stabilität seines algorithmischen Stablecoins TerraUSD (UST) getäuscht zu haben, der darauf ausgelegt war, einen konstanten Wert von 1 US-Dollar aufrechtzuerhalten, ohne auf eine Reserve an physischen Vermögenswerten angewiesen zu sein.
Die Vereinbarung sieht vor, dass die SEC den vereinbarten Betrag nicht einziehen wird, bis Terraform Ansprüche wegen Kryptowährungsverlusten während seines Liquidationsprozesses befriedigt hat. Dies bedeutet, dass die Wertpapieraufsichtsbehörde möglicherweise keine vollständige Zahlung der festgesetzten Geldbuße erhält, abhängig von der Fähigkeit des Unternehmens, den Ansprüchen der Anleger nachzukommen.
Terraform soll in früheren Berichten geschätzt haben, dass es zwischen 184,5 und 442,2 Millionen US-Dollar an betroffene Investoren zahlen könnte, obwohl der Gesamtwert der zulässigen Verluste „unmöglich abzuschätzen“ bleibt.
LUNC-Preisreaktion
Die Nachricht von der gerichtlichen Genehmigung und Einigung mit der SEC hatte erhebliche Auswirkungen auf den Preis von LUNC, der nativen Kryptowährung des Netzwerks.
Nach Angaben von CoinMarketCap erholte sich der Preis von LUNC nach dem Urteil von Richter Shannon. Die Kryptowährung ist in den letzten Stunden um 6,3 % gestiegen und wird über 0,000084 US-Dollar gehandelt. Auf der anderen Seite ist die LUNA-Kryptowährung, die neue Währung das nach dem Zusammenbruch von Terra entstand und den ursprünglichen Namen des digitalen Vermögenswerts annahm, verzeichnete nach der Ankündigung einen Anstieg von 5,2 %. Zum Zeitpunkt des Schreibens weist LUNA jedoch einen Preisverfall von 3,7 % auf.
Marktanalysten stellen fest, dass die gerichtliche Genehmigung zwar einen Schritt zur Stabilisierung von Terraform Labs darstellt, die rechtlichen und finanziellen Herausforderungen, vor denen das Unternehmen steht, jedoch noch nicht überwunden sind. Die Unsicherheit darüber, ob das Unternehmen seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Investoren und der SEC nachkommen kann, könnte sich weiterhin auf den Marktpreis von LUNC auswirken.
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