Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung steigt auf 75 %: Daten, die Bitcoin diese Woche stabilisieren.

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung steigt auf 75 %: Daten, die Bitcoin diese Woche stabilisieren.

Der Bitcoin-Preis stabilisiert sich nach einem Rückgang von 30 %, der durch die Erwartung von Zinssenkungen in den USA und Anzeichen einer Erholung der Investitionsströme ausgelöst wurde.

Wer den Kryptomarkt verfolgt, wird bemerkt haben, dass Bitcoin seit Mitte Oktober einen deutlichen Rückgang verzeichnet hat und sein Preis um rund 30 % gesunken ist, obwohl er ein Allzeithoch von 126.000 US-Dollar erreicht hatte. 

Die Kryptowährung zeigt jedoch nun erste Anzeichen einer Stabilisierung, gestützt durch einen Schlüsselfaktor: die Erwartung einer Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) im Dezember, deren Wahrscheinlichkeit mittlerweile auf 75 % gestiegen ist. Diese Veränderung im geldpolitischen Umfeld sorgt für Erleichterung an den digitalen Märkten, die die Fed-Politik als potenziellen Katalysator für eine Rückkehr zum Aufwärtstrend sehen.

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Bitcoin und der Kryptomarkt von Kapitalabflüssen betroffen

Bei Anlageprodukten mit digitalen Vermögenswerten beliefen sich die Abflüsse letzte Woche auf 1.940 Milliarden US-Dollar, womit sich der Gesamtbetrag in den letzten vier Wochen auf 4.920 Milliarden US-Dollar erhöhte. Dies entspricht dem drittlängste Abgangsserie in diesen Investmentfonds seit 2018, was laut James Butterfill von Coinshares das Ausmaß des Drucks widerspiegelt, dem der Sektor in den letzten Wochen ausgesetzt war. 

Bitcoin und Ethereum verzeichneten die größten Abflüsse mit 1.270 Milliarden bzw. 589 Millionen US-Dollar, während Solana 156 Millionen US-Dollar verlor. XRP hingegen konnte entgegen dem allgemeinen Trend Zuflüsse in Höhe von 89,3 Millionen US-Dollar verzeichnen.

El berichten Das Unternehmen betont, dass dieses Szenario massiver Kapitalabflüsse das verwaltete Vermögen um 36 % reduziert hat, was auf fallende Preise und institutionelle Desinvestitionen zurückzuführen ist. Dennoch bleibt der Jahresendsaldo positiv, da für digitale Anlageprodukte im Jahr 2025 Zuflüsse in Höhe von 44.400 Milliarden US-Dollar prognostiziert werden. Dies zeigt, dass trotz der jüngsten Volatilität weiterhin strukturelles Interesse an diesem Sektor besteht.

Der letzte Tag der vergangenen Woche markierte einen beginnenden Stimmungswechsel: Nach sieben Tagen mit Abflüssen wurden Zuflüsse in Höhe von 258 Millionen US-Dollar verzeichnet, wobei Bitcoin die Erholung anführte und einen Großteil dieses Kapitals für sich gewinnen konnte. Diese moderate Erholung deutet darauf hin, dass einige Anleger beginnen, ihre Positionen in Erwartung eines günstigeren geldpolitischen Umfelds neu auszurichten.

Die Geschichte hinter dem Optimismus in Bezug auf Bitcoin

Neben den Investitionsströmen liefert der Derivatemarkt Hinweise auf die Stimmung der Kryptowährungshändler. Die Position der Bitcoin-Optionen bleibt eindeutig bullish: Das offene Interesse an Call-Optionen mit Laufzeitende konzentriert sich auf den Bereich zwischen 85.000 und 200.000 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass viele Händler weiterhin auf einen deutlichen Kursanstieg setzen.

andere Anzeige Relevant ist die negative Finanzierung an den Terminmärkten, die zeigt, dass Übermäßiger Hebel bei Long-Positionen wurde beseitigt.Diese Anpassung verringert nach Ansicht vieler Experten, beispielsweise derjenigen von QCP, das Risiko weiterer massiver Ausverkäufe und schafft Raum für eine geordnetere Erholung.

Der entscheidende Faktor liegt jedoch in der US-Geldpolitik. Jüngste Äußerungen der Fed haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember auf 75 % erhöht und damit die Erwartungen auf höhere Liquidität und weniger Druck auf risikoreiche Anlagen wie Bitcoin geschürt. In einem Umfeld, in dem die führende Kryptowährung nach Erreichen von Allzeithochs an Dynamik verloren hat, wird dieses Signal als potenzieller Wendepunkt interpretiert.

Bitcoin-Preisentwicklung von Oktober bis heute.
Quelle: Coingecko
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Der Puls des Kryptomarktes

Die Entwicklung von Bitcoin und des Kryptomarktes im Allgemeinen wird nun von zwei Schlüsselfaktoren abhängen. Zum einen werden die anstehenden US-Konjunkturdaten, wie etwa die Einzelhandelsumsätze und der Verbraucherpreisindex, entscheidend dafür sein, ob die Fed ihren Kurs hin zu einer expansiveren Geldpolitik beibehält. Zum anderen könnten die Kapitalzuflüsse in Bitcoin-ETFs positiv ausfallen und die Erholung der Kryptowährung zusätzlich stützen.

Das Zusammenspiel technischer und makroökonomischer Faktoren führt zu gedämpften Erwartungen. Der Kurssturz um 30 % hat zwar Spuren am Markt hinterlassen, doch der Rückgang der Verschuldung und die wieder einsetzenden Mittelzuflüsse in Anlageprodukte deuten darauf hin, dass das Marktumfeld ein neues Gleichgewicht anstrebt. Es bleibt abzuwarten, ob diese anfängliche Erholung nachhaltig ist oder ob es sich inmitten der Volatilität lediglich um eine vorübergehende Aufwärtsbewegung handelt.

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