
Fed-Vorsitzender Jerome Powell hat die mögliche Ausgabe einer CBDC in den USA ausgeschlossen und damit das wachsende Misstrauen gegenüber Zentralbanken weltweit verstärkt.
Powell, der seit 2018 Vorsitzender der US-Notenbank ist, hat die Schaffung eines digitalen Dollars unter seiner Regierung ausgeschlossen. Bei der Präsentation des halbjährlichen geldpolitischen Berichts vor dem Kongress versicherte Powell, dass Solange er an der Spitze der Zentralbank steht, wird es keinen digitalen Dollar geben.
Seine jüngsten Bemerkungen, die jahrelangen Spekulationen und Studien ein Ende setzten, fallen mit einem allgemeinen Rückgang der Begeisterung der Zentralbanken weltweit für digitale Zentralbankwährungen (CBDCs) zusammen.
HANDEL MIT STABLECOINSDas Ende für CBDCs?
Powell lehnt die Ausgabe einer CBDC für den US-Dollar in den USA kategorisch ab und erklärte, dass es unter seiner Regierung keine derartige Währung geben werde.
In ihrer Zeugnis Im Halbjahresbericht schreibt Powell bejahend geantwortet auf die Frage von Senator Bernie Moreno, ob die USA unter seiner Führung auf die Einführung einer digitalen Währung verzichten würden. Mit dieser positiven Antwort beendete Powell eine lange Phase der Unsicherheit und Debatte über die mögliche Einführung eines digitalen Dollars und stellte damit eine klare Abkehr von Ländern wie China dar, die sich aktiv mit dieser Art digitaler Währungen befassen.
Powells Entscheidung basiert auf der Entwicklung des Zahlungssystems fednow, das Ende 2023 umgesetzt wurde und mit dem die Federal Reserve den Benutzern eine Alternative bietet, um sofortige, sichere und zugängliche Zahlungen und Transaktionen ohne die Notwendigkeit einer CBDC durchzuführen. Ihre Ablehnung dieser digitalen Währungen deckt sich allerdings auch mit einer Reihe von Bedenken, die auch die Bundesregierung und mehrere Landesregierungen geäußert haben.
Trump verbietet die Ausgabe einer CBDC für den Dollar
Die Haltung von Jerome Powell wird in den Aussagen von Präsident Donald Trump widergespiegelt, der ebenfalls starke Vorbehalte gegenüber CBDCs geäußert hat. Trump hat sogar unterschrieben eine Durchführungsverordnung, die die Schaffung eines digitalen Dollars in den Vereinigten Staaten verbietetund argumentierte, dass diese Art von Währung der Regierung die absolute Kontrolle über die persönlichen Finanzen geben und die finanzielle Freiheit der Amerikaner beeinträchtigen würde.
Andere Staaten ihrerseits, wie etwa South Dakota, Oklahoma, Nebraska, Alabama, Florida, Indiana, Missouri und Utah und einige weitere, haben sich dieser Sorge um die finanzielle Freiheit und Privatsphäre der Bürger ebenfalls angeschlossen und neue Gesetze entwickelt, die der Einführung und Nutzung von CBDCs in ihren jeweiligen Rechtsräumen strikt entgegenstehen.
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Weltweites Desinteresse an CBDCs
Die Ablehnung der Ausgabe einer CBDC durch die Fed fällt auch zusammen mit der Desinteresse der Notenbanken für diese Art von digitalen Währungen. Ein aktueller Bericht des Official Monetary and Financial Institutions Forum (OMFIF) zeigt, dass die Attraktivität von CBDCs für Zentralbanken weltweit abnimmt.
Nach Umfrage bei 34 Zentralbanken durchgeführt, ungefähr 31 % haben ihre Pläne zur Einführung einer CBDC verschoben aufgrund von regulatorischen Bedenken, Datenschutzproblemen und technischen Herausforderungen, die diese Währungen mit sich bringen. Andere 15% der befragten Banken verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr geringere Zinsen, heißt es in dem Bericht. Obwohl die Organisation betonte, dass die Fortschritte bei CBDCs in Schlüsselaspekten wie Offline-Zahlungen, Datenschutz und Interoperabilität bemerkenswert seien, hob sie auch hervor, dass Datenschutz und Benutzererfahrung zu einer entscheidenden Herausforderung für die Gestaltung dieser digitalen Währungen geworden seien.
Die Fed ihrerseits prüft, während die Zentralbanken ihre Haltung zu CBDCs überdenken, Alternativen wie ihr FedNow-Zahlungssystem, um die Transaktionseffizienz zu verbessern und die finanzielle Inklusion zu fördern. Darüber hinaus zielt Trumps Executive Order auch darauf ab, Kryptowährungen, insbesondere Stablecoins, zu regulieren, um ihre potenziellen Auswirkungen auf die Finanzmärkte einzuschätzen.
Somit eröffnet die kürzlich vom Fed-Präsidenten angekündigte Entscheidung in Verbindung mit der Ende Januar von Trump unterzeichneten Durchführungsverordnung die Möglichkeit, die Innovation digitaler Vermögenswerte als alternative Lösung zur Verbesserung der finanziellen Effizienz zu prüfen.


