Franklin Templeton bereitet sich darauf vor, die Führung der Stablecoin-Reserven im Rahmen des GENIUS Act zu übernehmen.

Franklin Templeton bereitet sich darauf vor, die Führung der Stablecoin-Reserven im Rahmen des GENIUS Act zu übernehmen.

Franklin Templeton passt seine Geldmittel an, um als regulierte Reserven für Stablecoins und On-Chain-Infrastruktur zu dienen und so mit Unterstützung des GENIUS Act traditionelle Finanzprodukte und Blockchain-Technologie zu verbinden.

Im sich wandelnden globalen Finanzsektor hat Franklin Templeton, einer der weltweit größten Vermögensverwalter, eine strategische Umstrukturierung seines Geldmarktfondsangebots eingeleitet. Ziel ist es, die notwendige Reserveinfrastruktur für Stablecoins bereitzustellen und gleichzeitig den GENIUS Act, das US-Bundesgesetz, das ab Ende 2025 Transparenz- und Deckungsregeln für digitale Währungen in den Vereinigten Staaten festlegt, strikt einzuhalten.

Der Vermögensverwalter plant nicht die Einführung einer eigenen Kryptowährung. Vielmehr will er die bereits verwalteten Gelder als Sicherheiten und Abwicklungsmethode in einem Finanzökosystem nutzen, das zunehmend mit der Blockchain-Technologie verknüpft ist und von größerer regulatorischer Offenheit profitiert.

In diesem Sinne konzentriert sich das Unternehmen auf zwei institutionelle Fonds, die von seiner Tochtergesellschaft Western Asset Management verwaltet werden. Geplant ist, diese Fonds direkt mit Stablecoin-Emittenten und Blockchain-Netzwerken zu verknüpfen und dabei die Vorgaben des GENIUS Act sowie die Aufsicht der US-amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde (SEC) einzuhalten. Mit dieser Initiative stärkt Franklin Templeton seine Rolle im Finanzsektor, der die Brücke zwischen traditionellem Finanzwesen und dem sich stetig weiterentwickelnden digitalen Umfeld schlagen will.

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Traditionelle Geldmarktfonds dringen in die Welt der Stablecoins vor.

Kern der Strategie von Franklin Templeton ist die Aktualisierung zweier von Western Asset Management verwalteter Finanzinstrumente. Das erste ist der Fonds LUIXX (Western Asset Institutional Treasury Obligations Fund)Das Unternehmen hat seine Anlagepolitik geändert und hält nun ausschließlich US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von weniger als 93 Tagen. Diese Anpassung ist eine direkte Reaktion auf die Anforderungen des GENIUS Act, der vorschreibt, dass Emittenten von Stablecoins ihre Vermögenswerte mit hochliquiden, risikoarmen Instrumenten besichern müssen.

Durch die Umwandlung von LUIXX in ein den entsprechenden Vorschriften entsprechendes Vehikel ermöglicht der Vermögensverwalter Stablecoin-Emittenten, den Fonds als von der SEC beaufsichtigtes Reservemanagementinstrument zu nutzen. Dies beseitigt die Intransparenz der Deckungsfragen, die den Sektor in den vergangenen Jahren belastet hat. 

Dieser Schritt unterstreicht Franklin Templetons klare Vision für die Zukunft des digitalen Finanzwesens. Anstatt eine eigene Währung oder einen eigenen Token einzuführen, positioniert sich das Unternehmen als strategischer Partner, der Emittenten innerhalb des Ökosystems Vertrauen und professionelle Verwahrung bietet. Ziel ist es, die Stabilität des traditionellen Finanzmarktes mit der Effizienz und Nachvollziehbarkeit der Blockchain-Technologie zu verbinden.

Wie Roger Bayston, Direktor für digitale Vermögenswerte bei Franklin Templeton, erklärte, zielt die Strategie darauf ab, traditionelle Fonds in die Blockchain zu integrieren, nicht um mit dem aktuellen System zu brechen, sondern um es effizienter und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

„Traditionelle Fonds beginnen bereits, sich in die Blockchain zu integrieren. Anstatt also ihre Leistungsfähigkeit in Frage zu stellen, ist es unser Ziel, sie für viele zugänglicher und nützlicher zu machen.“, er behauptete Bayston.

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Höhere operative Effizienz durch Tokenisierung des DIGXX-Fonds

Darüber hinaus hat das Unternehmen den Fonds gestärkt. DIGXX (Western Asset Institutional Treasury Reserves Fund)Dies umfasst eine Klasse digitaler Anteile, die direkt auf Blockchain-Netzwerken operieren. Dank dieser Infrastruktur können Anteile nahezu in Echtzeit registriert und übertragen werden, wodurch die Beschränkungen durch Banköffnungszeiten aufgehoben und ein kontinuierliches Abwicklungssystem ermöglicht wird. Dieses Modell ist besonders wertvoll für Emittenten von Stablecoins, die auf ein konsistentes und präzises Liquiditätsmanagement angewiesen sind, um das Gleichgewicht ihrer Vermögenswerte zu wahren.

Die Auswirkungen dieser Innovation werden in Projekten wie FRNT sichtbar, dem ersten Stablecoin eines US-Bundesstaates, der von Wyoming eingeführt wurde und durch von Franklin Templeton verwaltete Reserven gedeckt ist. 

In einem Umfeld, in dem Unternehmen wie BlackRock und JPMorgan eigene Tokenisierungsinitiativen vorantreiben, will sich Franklin Templeton durch eine offene Architektur differenzieren. Diese ermöglicht es jedem regulierten Emittenten, seine Geschäftstätigkeit mit in der Blockchain hinterlegten liquiden Reserven zu integrieren und so sicherzustellen, dass jede ausgegebene digitale Einheit gemäß den Bundesstandards über eine greifbare und nachweisbare Deckung verfügt.

Der GENIUS Act, das Gesetz, das den Stablecoin-Markt in den Vereinigten Staaten neu definierte

Der 2025 verabschiedete GENIUS Act bildete das neue Fundament des Stablecoin-Zahlungsökosystems in den Vereinigten Staaten. Mit diesem Regulierungsrahmen wollte der Kongress einem Sektor, der ohne klare Rechtsstruktur gewachsen war, Rechtssicherheit geben. Das Gesetz legt fest, welche Arten von Vermögenswerten einen Stablecoin decken können und unter welchen Bedingungen die einzelnen Emittenten agieren müssen. Ziel ist es, die Stabilität und das Vertrauen in diese digitalen Währungen zu stärken, die bereits ähnliche Funktionen wie traditionelles Geld im Finanzsystem erfüllen.

Dank dieses Gesetzes können Institutionen, die an der Ausgabe von Stablecoins interessiert sind, Geldmarktfonds als Reservebasis nutzen, was eine sofortige Liquidität und eine sicherere Interaktion mit dem Dollar gewährleistet. 

Dieses Modell vereint die Flexibilität der Blockchain-Technologie mit der Stärke des regulierten Finanzsystems und ebnet so den Weg für eine neue Phase der Integration zwischen digitaler Innovation und traditionellen US-Bankstandards.

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