Weder Van Gogh noch Warhol: Diese 8 pixeligen Bilder sind das neue Juwel des Museum of Modern Art

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Das MoMA hat acht CryptoPunks in seine ständige Sammlung aufgenommen und damit digitale Kunst und Blockchain-Technologie in der modernen Kulturgeschichte bestätigt.

Das Museum of Modern Art in New York hat mit der Aufnahme von acht Werken aus der CryptoPunks-Sammlung in seine ständige Sammlung einen der bedeutendsten Schritte in der jüngeren Geschichte der zeitgenössischen Museografie vollzogen. Diese Erwerbung erfolgte nicht durch einen traditionellen Ankauf, sondern durch eine gemeinsame Schenkung, die die Reife des digitalen Kunstökosystems und seine Akzeptanz in renommierten Institutionen unterstreicht. 

Die konkreten Werke, die nun unter dem Schutz einer der strengsten Kulturinstitutionen der Welt stehen, sind die Punk-4018, Punk-2786, Punk-5616, Punk-5160, Punk-3407, Punk-7178, Punk-74 und Punk-7899.

Die Ankunft dieser Bestände in den Galerien des MoMA ist weit mehr als eine temporäre Ausstellung; sie beinhaltet die Verpflichtung zu ihrer dauerhaften Bewahrung. Die Institution übernimmt die Verantwortung für die Erhaltung dieser digitalen Archive mit derselben Hingabe und wissenschaftlichen Strenge, die sie den Meisterwerken der Malerei und Bildhauerei des 20. Jahrhunderts widmet. 

Diese Erweiterung markiert daher einen Wendepunkt in der Debatte um die Legitimität von Blockchain-basierten Assets und verlagert den Fokus von Finanzspekulationen hin zur Anerkennung ihres unbestreitbaren historischen und ästhetischen Wertes. Die Sammler- und Kreativgemeinschaft hat diese 24x24-Pixel-Bilder erfolgreich als kulturelle Ikonen etabliert, die das Web-3-Zeitalter prägen.

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CryptoPunks: Architekten des Pixels und der digitalen Identität

Die Bedeutung der CryptoPunks geht weit über ihr minimalistisches Erscheinungsbild hinaus; sie bilden das Fundament, auf dem ein Großteil des heutigen Marktes für digitale Sammlerstücke aufgebaut wurde. 

Das Projekt wurde ursprünglich 2017 ins Leben gerufen von LarvenlaboreDas von den Entwicklern Matt Hall und John Watkinson gegründete Studio Punks entwickelte eine Software, die zehntausend einzigartige Avatare mit unverwechselbaren Merkmalen generieren konnte. Diese Avatare begründeten nicht nur eine Ästhetik, die unzählige Male kopiert wurde, sondern etablierten auch die technischen Standards für dezentrale digitale Güter im Ethereum-Netzwerk. Da sie der Massenstandardisierung von Non-Fungible Tokens (NFTs) vorausgingen, besitzen Punks einen Status der Antike und Vorrangstellung, der sie zu archäologischen Artefakten der virtuellen Welt macht.

Jeder der acht für das Museum ausgewählten Avatare besitzt Eigenschaften, die die Vielfalt und den algorithmischen Zufall des Projekts widerspiegeln. Von Anfang an waren diese Avatare für jeden mit einer kompatiblen Wallet kostenlos verfügbar, was eine organische Verbreitung förderte und schließlich eine starke und engagierte Community entstehen ließ. Mit der Zeit wurde der Besitz eines dieser Avatare zu einem Statussymbol und einem Zeichen der Zugehörigkeit innerhalb der globalen Tech-Kultur. 

Die Entscheidung, diese Stücke in eine öffentliche Sammlung aufzunehmen, stellt sicher, dass künftige Generationen den genauen Moment studieren können, in dem geistiges Eigentum und Kreativität mit Kryptographie verschmolzen und so eine neue künstlerische Kategorie entstand.

CryptoPunks in der Kunstsammlung des MoMA.
Quelle: Museum für Moderne Kunst in New York
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Die Spende, die diesen historischen Beitrag ermöglichte, wurde durch die Großzügigkeit mehrerer Schlüsselfiguren des Ökosystems zustande gebracht, die die Bedeutung der öffentlichen Zugänglichmachung digitaler Kunst erkannten. Zu den Förderern zählen prominente Persönlichkeiten wie Mara Calderón, der renommierte Sammler Cozomo de' Medici, Judith ESSS, NTmoney, Kukulabanze und Rhyd0n. Darüber hinaus steuerten die Gründer von Larva Labs selbst „Punks“ aus ihrer persönlichen Sammlung bei, um ihr langfristiges Engagement für den Erhalt ihrer Werke zu demonstrieren. 

Die Organisation ArtOnBlockchain und die Entität 1OF1_art spielten ebenfalls eine grundlegende Rolle bei der Steuerung und Erleichterung dieses Prozesses und stellten sicher, dass der Transfer den anspruchsvollen kuratorischen Standards des Museums entsprach.

Die digitale Kunst der Zukunft bewahren

Die Herausforderung für das MoMA bei der Übernahme dieser Werke besteht darin, neue Methoden zur Bewahrung des digitalen Erbes zu implementieren. Anders als eine Leinwand, die Temperatur- und Feuchtigkeitskontrolle erfordert, benötigen CryptoPunks Cybersicherheits- und Datenpflegeprotokolle, die ihre Zugänglichkeit angesichts der technologischen Veränderungen der kommenden Jahrzehnte gewährleisten. Das MoMA ist stolz darauf, an dieser gemeinsamen Verantwortung mitzuwirken und würdigt den Geist der Punk-Community, der maßgeblich zum Fortbestand des Projekts über Jahre hinweg beigetragen hat. 

Andererseits eröffnet die Integration der Blockchain-Technologie in Museumsarchive neue Wege, Provenienz und Authentizität von Kunstwerken zu verstehen. Während die Rückverfolgbarkeit traditioneller Kunst verloren gehen oder verfälscht werden kann, tragen CryptoPunks ihre Transaktions- und Besitzgeschichte unveränderlich in ihrem Code. 

Das Museum präsentiert nicht nur das visuelle Bild des Punk, sondern bewahrt auch die Metadatenkette, die seine einzigartige Existenz belegt. Diese Transparenz und Beständigkeit hat das Interesse von Kuratoren geweckt, die in diesen Systemen eine natürliche Weiterentwicklung zeitgenössischer künstlerischer Medien sehen.

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